Brotduft liegt in der Luft: unser Brotbackkurs bei einer echten Müllermeisterin

18:05:00

Unser Brotbackkurs bei Müllerin Wagenstaller

Heute haben wir, wie ich finde, ein schönes Schmankerl für Euch. Für alle Nicht-Bayern bedeutet das, ich habe etwas Besonderes mitgebracht heute. Unser Bericht vom Brotbackkurs bei Müllerin Annelie Wagenstaller. Gut jetzt ist es schon ein bissl her, aber es ist drum ja nicht weniger interessant...

Auf der Suche nach einem schönen Geschenk für unsere Mama sind wir auf die Internetseite von Frau Wagenstaller gestoßen. Sofort war klar: Das ist genau, was wir suchen! Also gleich das Buch "Brot-Zeit!" bestellt. Zusammen mit einem selbst erstellten Gutschein und einer sehr schönen, hochwertigen Küchenschürze vom Servus Marktplatz hatten wir ein ganz besonderes Geschenk gefunden. 

Den Brotbackkurs haben wir dann zusammen mit lieben Freunden besucht. An einem schönen Samstag sind wir also ganz früh Richtung Rosenheim gestartet. Als wir um 8:30 Uhr um einen Hügel herum hinunter in die Hofeinfahrt bogen, lag der Wagenstallerhof vor uns.
Jeder Kursteilnehmer sollte sich eine Küchenschürze und eine Schüssel mitbringen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Wagenstaller ging es gleich ans Brotbacken. Zuerst einmal den Teig anrühren. Mehl, Wasser, Sauerteig, Salz und ein bisschen Brotgewürz. Sonst nichts. Wir hatten die Expansionsfreudigkeit des Sauerteiges gründlich unterschätzt. Frau Wagenstaller war das schon klar, als sie unsere zu kleine (Plastik)Schüssel sah. 

Wie die Brotbackkräuter gut duften

Es duftet herrlich würzig und herzhaft, Gewürze zum Brotbacken

Netterweise hatte sie aber noch eine passende (schönere Emaille) Schüssel parat. Welche Grundzutaten braucht man für ein wirklich gutes Sauerteigbrot? Wie lange muss man ihn wie kräftig kneten? Wo ist der beste Ort um meinen Sauerteig gehen zu lassen? Und wie war das früher mit dem Brotbacken? All diese Fragen wurden auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise beantwortet. 

Was ist die wohl wichtigste Zutat für ein wirklich gutes selbst gebackenes Brot? Zeit. Zeit, in der man den Sauerteig ansetzt, immer wieder ein bisschen füttert (als hätte man ein Haustier) und dann wieder eine Zeit lang gehen lässt. Deshalb durfte sich der kräftig durchgeknetete Sauerteig unter unserer Schüssel ein bisschen vermehren, während wir eine Führung über das schöne Anwesen bekamen. Das alte, stuckverzierte Hauptgebäude mit dem Müllerzeichen unterm Dach, das Mühlrad mit dem plätschernden Bach, der Kräutergarten und schließlich der Mühlenladen mit einem geschmackvoll ausgesuchten Angebot an Kücheninventar und Naturkost. Am liebsten hätte ich hemmungslos zugeschlagen.

Dann ging es noch mal zurück zum Brot. Der deutlich aufgegangene Teig wurde ein weiteres Mal richtig gut geknetet und durfte dann in einem Gärkörbchen im Warmen gehen. In dieser Zeit gab es Kaffee oder Tee auf der Hausbank in der Sonne. Dann war es endlich soweit, die Brote durften in den Ofen! Und jetzt hieß es warten... 

Brot aus dem Holzofen

Klar war es ein ganz besonderer Moment, als das Brot wieder aus dem Ofen geholt werden konnte. Alle warteten schon gespannt. Wie es wohl aussieht das selbst gebackene Brot? Wie es wohl riecht und schmeckt? Auf alle Fälle sah es köstlich aus. Natürlich darf es auch stolz präsentiert werden, wenn es schon so schön geworden ist! 

Herrlicher Duft von selbst gebackenem Brot liegt in der Luft

Das selbst fertig gebackene Natur-Sauerteigbrot
Das Brot ist fertig, heiß duftend und mit herrlich rescher Kruste

Wer kennt nicht den Spruch: "In der größten Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot ..." Das frischgebackene noch warme Brot duftet auf der Heimfahrt schon so wunderbar aus unserem Kofferraum, das wir sofort Hunger bekamen. Und dieses Brot schmeckt, schon weil es selbst gebacken ist, auch nur mit Butter, mit ein paar würzigen Butterbrotblüten, Schnittlauch oder pur. Zu Hause wird es natürlich sofort angeschnitten und probiert. Hmmm ... Wer braucht da schon Wurst? Auch das Buch von Frau Wagenstaller habe ich mir dann zu Hause noch mal genau angesehen. Dort kann alles Gelernte genau nachgelesen werden, auch interessante Hintergrundinfos zu den Getreidesorten, Mehlsorten, Gewürzen, Backtechniken und natürlich viele gute Rezepte ... Sobald ich Zeit finde, will ich unbedingt das fränkische Weingebäck, das ungarische Kartoffelbrot und Zwiebelbrot oder Frühstückssemmeln ausprobieren. Unsere weiteren Backversuche und das ansetzten eines eigenen Sauerteiges könnt ihr natürlich demnächst hier mitverfolgen ...

Brotback Kurs bei Müllermeisterin Annelie Wagenstaller

Liebe Frau Wagenstaller, vielen Dank für die freundliche Genehmigung den Beitrag oberhalb (Text und Fotos) hier veröffentlichen zu dürfen. Noch mal vielen lieben Dank dafür. Es war uns ein Fest.
Simone

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4 Kommentare

  1. Ja, das war ein toller Ausflug! (das frühe Aufstehen auf jeden Fall wert ^^) Danke nochmal für die Anregung.
    Am allerbesten fand ich das Brot noch lauwarm mit ein bißchen Butter und Schnittlauch - mmmmmh!
    Bin schon gespannt, was dann bald bei euch gebacken wird :-)

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    1. Ja sowas müssen wir zwischendurch öfter machen! ^^ Schön wars!

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  2. Wie stolz Julia in die Kamara guckt. :) Sieht jedenfalls richtig superlecker aus, das Brot!

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    1. Ja nicht ;D. Es war wirklich klasse! Frau Wagenstaller hat das so super lustig und interessant präsentiert und es hat soooooo lecker geschmeckt. Für 27€ war das echt ein Erlebnis!

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