Taiwan "en dètail"... # "Treffpunkt der Götter"

09:14:00

Longshan-Tempel (Drachenbergtempel) in Taipei. Der Tempel wird auch "Treffpunkt der Götter" genannt. Mit seinen vielen gelben Laternen lockt der älteste Tempel Taipeis schon von Weitem. Er ist im traditionellen chinesischen Stil erbaut und sein Grundriss ist dem Schriftzeichen nachempfunden. chinesische Einwanderer bauten ihn 1738 nach dem Vorbild der Tempel in ihrer alten Heimat. Unzählige Kunstschätze in Form von Säulen, Verziehrungen von Dächern und geschnitzten Schreinen sind hier zu bewundern. Das nächste Taiwan Highlight (eigentlich gab's nur Highlights, ernsthaft!) ist der Mengjia

Die Göttin Kuna Yin (Guānyīn), die Göttin der Barmherzigkeit, ist die Torwächterin des 254 Jahre alten Tempels. Sie ist eine der am meisten verehrten Gottheiten des Buddhismus in Ostasien. Ihr ist der Tempel geweiht, die Menschen suchen bei ihr Trost und Glück.



Der Tempel ist aber auch ein sozialer Treffpunkt und es werden auch eine Vielzahl (über 100) anderer Götter im Tempel verehrt. In vielen asiatischen Ländern wir die Göttin unter anderem Namen verehrt. Guānyīn bedeutet „die Töne der Welt wahrnehmend“.Viele unterschiedliche Sagen und Mythen ranken sich um Sie. Sie wird mit der Schöpfungsgeschichte, der Legende von Miào Shàn und einer Sage mit dem Meer in Zusammenhang gebracht. 

An der langen Mauer mit den unzähligen, in Reihen hängenden gelben Laternen (die Farbe war früher dem Kaiser (Sohn des Himmels) vorbehalten. Die Farbe Gelb gilt als heilig und symbolisiert Macht und Toleranz. Außerdem steht sie für Geduld und Weisheit, gewonnen aus Erfahrungen und soll Glück bringen. Ich finde es total spannend, welche Bedeutung Farben und Symbolik auch heute noch haben.



Den Vorhof betraten wir durch ein reich mit Schnitzereien und Farbe geschmücktes Tor. Von dort traten wir in die Haupthalle in der gerade gebetet wurde. Überall standen Gläubige mit Räucherstäbchen, rezitierten lautlos Sutras und sangen wunderschön. Prachtvolle Bouquets aus echten Blumen (Lilien, Orchideen und Strelitzien), Obst, Gebäck und aufgepasst!: OREOS standen als Opfergaben auf den Altären und unter/vor den Schreinen. Es war wirklich wunderbar. Einer der schönsten und stimmungsvollsten Orte für mich. Überall im Tempel kann man die Drachen sehen, die ihm seinen Namen geben. Auf Säulen, die wahnsinnig detailliert gearbeitet sind, geschnitzt und bunt bemalt auf den Dächern der Tempel, als Henkel der Weihrauchgefäße eigentlich überall. Ich war begeistert. Man betritt den Tempel üblicherweise durch das linke Tor und verlässt ihn durch das rechte Tor. So machten wir es auch, viel zu schnell war es wieder vorbei, aber wie ihr seht, hat es einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.




Schon im letzten Post hatte ich meine Vorliebe für Papier- und Stofflaternen erwähnt. Auch die chinesischen Drachen faszinieren mich. Der Aquarelldrache für diesen Post stammt aus 2005. Ich hatte damals ein altes Buch meiner Mutter gelesen. Ein historischer Roman, der z.T. in China spielt und in dem auch die Kuan Yin als wichtige Göttin beschrieben wird. "Das Haus der tausend Laternen" ist ein meiner Meinung nach sehr gut geschriebener historischer Roman einer sehr bekannten Autorin, die viele (auch eher romantische und z.T. etwas seichte) Romane geschrieben hat. Hier gibt es eine Rezension des Buches zum Nachlesen, wer mag. Für unter einen Euro kann man ein altes Exemplar (mit den viel beschriebenen gelben Laternen vorne drauf) bei Amazon und Co. erstehen.




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2 Kommentare

  1. Die Geschichte von Kuan Yin und dem Pfau gefiel mir sehr.

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  2. Ich finde es toll, dass ich durch den Blog nochmal vieles recherchiere und nachlese, das hätte ich sonst warscheinlich nicht so intensiv gemacht. Meist nimmt man sich das ja vor, aber dann hat man ja immer doch keine Zeit ...

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